Hitze und Trockenheit in Vorarlberg: Gemeinsam aufmerksam bleiben
- 16. Juli
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Hohe Temperaturen, längere Trockenperioden und ausbleibende Niederschläge können Menschen, Tiere und die Natur stark belasten. Auch in Vorarlberg nehmen Häufigkeit und Intensität von Hitzewellen zu. Im Klimarückblick des Landes wird das Jahr 2025 als viertwärmstes Jahr der Vorarlberger Messgeschichte beschrieben; gleichzeitig fielen die Niederschlagsmengen ungewöhnlich gering aus.
Ende Juni 2026 informierte das Land Vorarlberg aufgrund der trockenen und heißen Witterung zudem über eine erhöhte Waldbrandgefahr. Gerade in solchen Phasen ist ein aufmerksamer und verantwortungsvoller Umgang mit Hitze, Trockenheit und möglichen Zündquellen besonders wichtig.
Hitze ist eine Belastung für den Körper
Länger anhaltende Hitzeperioden – insbesondere dann, wenn es auch nachts nicht ausreichend abkühlt – bedeuten für den Körper eine erhebliche Belastung. Die körpereigenen Kühlmechanismen arbeiten auf Hochtouren, die Blutgefäße erweitern sich und der Körper verliert durch Schwitzen Flüssigkeit. Dadurch kann das Herz-Kreislauf-System stärker beansprucht werden und die körperliche Leistungsfähigkeit abnehmen. Auch bestehende Erkrankungen können sich bei hohen Temperaturen verschlechtern.
Besonders aufmerksam sollte auf ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere, Menschen mit chronischen Erkrankungen sowie Personen geachtet werden, die allein leben oder nur eingeschränkt für sich selbst sorgen können. Bei diesen Gruppen kann die körpereigene Temperaturregulierung weniger wirksam sein, wodurch das Risiko für Dehydrierung, Kreislaufprobleme oder andere hitzebedingte Beschwerden steigt.
Empfehlungen für heiße Tage
Der Hitzeschutzplan des Landes Vorarlberg nennt verschiedene Möglichkeiten, mit denen die persönliche Belastung reduziert werden kann. Dazu zählen eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, leichte Speisen und atmungsaktive Kleidung. Auch kühlere Aufenthaltsbereiche, ein angepasstes Lüftungsverhalten und der Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung können zur Entlastung beitragen. Aktivitäten im Freien lassen sich nach Möglichkeit auf Zeiten außerhalb der stärksten Sonneneinstrahlung verlegen.
Bei Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, kann eine ärztliche oder pharmazeutische Rücksprache sinnvoll sein. Hohe Temperaturen können die Aufnahme, Wirkung oder Ausscheidung bestimmter Medikamente beeinflussen. Änderungen an der Einnahme sollten deshalb nicht eigenständig vorgenommen, sondern mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Apotheke besprochen werden.
Auch gegenseitige Aufmerksamkeit kann während einer Hitzeperiode wichtig sein. Nachbarn, Angehörige, Freunde oder freiwillige Helferinnen und Helfer können besonders gefährdete Personen unterstützen, indem sie regelmäßig Kontakt halten und auf mögliche Anzeichen einer Überlastung achten.
Trockenheit erhöht die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden
Bei anhaltender Trockenheit verlieren Laub, Reisig, Grasflächen und andere Pflanzenteile zunehmend Feuchtigkeit. Dadurch können bereits kleine Zündquellen einen Brand auslösen. Das Land Vorarlberg weist darauf hin, dass ein großer Teil der Waldbrände durch menschliches Verhalten verursacht wird.
Besondere Vorsicht empfiehlt sich deshalb beim Umgang mit offenem Feuer. Das Land rät dazu, auf Feuer im Wald, in Waldnähe sowie in Schilf- und Uferbereichen zu verzichten. Auch Zigaretten, Zündhölzer und andere glimmende Gegenstände können eine erhebliche Gefahr darstellen. Beim Grillen sowie bei Lager- oder Brauchtumsfeuern ist ein besonders verantwortungsvoller Umgang wichtig.
Wird Rauch wahrgenommen oder besteht der Verdacht auf einen Wald- oder Vegetationsbrand, ist der Feuerwehr-Notruf 122 die zuständige Anlaufstelle. Eine möglichst genaue Angabe zum Ort und zur wahrgenommenen Situation unterstützt die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit.
Auch Tiere leiden unter großer Hitze
Sommerliche Temperaturen können auch für Haus- und Nutztiere eine starke Belastung darstellen. Viele Tiere können ihre Körpertemperatur nur eingeschränkt regulieren. Besonders junge, alte oder gesundheitlich vorbelastete Tiere reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen. Das Land Vorarlberg empfiehlt unter anderem ausreichend frisches Wasser, schattige Rückzugsorte und eine regelmäßige Kontrolle des Tierwohls.
In abgestellten Fahrzeugen kann die Temperatur bereits bei vergleichsweise moderaten Außentemperaturen sehr schnell auf lebensgefährliche Werte steigen. Tiere sollten deshalb auch für kurze Zeit nicht in einem geschlossenen Auto zurückbleiben.
Aktuelle Hinweise beachten
Hitze, Trockenheit und Waldbrandgefahr können sich regional und innerhalb kurzer Zeit verändern. Das Land Vorarlberg stellt über seine Warnseite aktuelle Informationen und Hinweise zu Hitze sowie weiteren Naturgefahren bereit. Auch Wetterwarnungen und offizielle Mitteilungen der zuständigen Behörden bieten eine wichtige Orientierung.
Aufmerksamkeit, gegenseitige Rücksichtnahme und ein verantwortungsvoller Umgang mit möglichen Gefahren helfen dabei, Menschen, Tiere, Natur und Einsatzkräfte während heißer und trockener Perioden zu schützen.



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